Am 20.09.2025 fand der diesjährige Sommerausflug für die Mitglieder statt. Wir hatten uns diesmal für eine Stadtführung in Ladenburg, einer der ältesten Städte in Deutschland rechts des Rheins und zugleich der ältesten Stadt im Rhein-Neckar-Kreis unter dem Motto „Mit der Römerin durch Ladenburg“ entschieden. Treffpunkt war der Wasserturm. Nachdem alle Teilnehmer und die Stadtführerin eingetroffen waren, ging es auch schon los auf eine spannende Zeitreise. Wir erfuhren beispielsweise, wie Ladenburg früher einmal hieß, dass die Kelten und die Römer hier lebten und wie es wohl gewesen sein musste, zur damaligen Zeit hier gelebt zu haben.
Bei bestem Spätsommerwetter ging es zu den jeweiligen Stationen u.a. dem Burgus, dem Martinstor, durch die Altstadt vorbei am Handschuhsheimer Hof, der ehemaligen Stadtbäckerei, der Gallus-Kirche. Die Führung endete schließlich am Lobdengaumuseum bei der Jupitergigantensäule.

Um Euch Anteil daran nehmen zu lassen, was es Besonderes zu erfahren gab: Das Martinstor zog uns in seinen Bann. Hierzu möchten wir Euch Folgendes erzählen:
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gab es in Ladenburg vier Stadttore:
- Das Martinstor im Norden
- Das Schriesheimer Tor im Osten
- Das Heidelberger Tor im Süden
- Das Neckartor im Westen
Durch das Martinstor, das als einziges in seinem ursprünglichen Zustand erhalten blieb, führte die Straße nach Straßenheim, Lampertheim und Worms. Vom Martinstor kann man Rückschlüsse auf die technische Konstruktion (z.B. Falltor) der anderen drei ziehen. Das Besondere an diesem Tor? Das ist die Martinsfigur sowie das Pferd aus Sandstein und der Kopf aus Kupfer. Es gibt hier eine mythische Legende darüber, wieso der Pferdekopf denn nun andersartig hervorsticht. Uns wurde zugetragen, dass einst, in den Kriegswirren des 2. Weltkriegs, die NS-Soldaten auch durch Ladenburg zogen; sie gelangten auch am Martinstor vorbei. Man sagt sich hier: Das Pferd war so erschüttert über diese Situation, dass es den Kopf schüttelte und dieser hierdurch geschockt zu Boden fiel. Da dies natürlich nicht so bleiben konnte, wurde der Kupferkopf erstellt und angebracht. Wie das nun wirklich war, das weiß man nicht, aber so erzählt man es sich. Wie wir aber zwischenzeitlich herausgefunden haben, ist der steinerne Pferdekopf irgendwann dann doch wieder aufgetaucht und befindet sich zum Bestaunen im Ladenburger Lobdengaumuseum.
Im Anschluss an diese erlebnisreiche Stadtführung kehrte man gut gelaunt gemeinsam in das Kaffee am Markt in Ladenburg ein, damit nicht nur der Wissensdurst, sondern auch der hungrige Magen und die durstige Kehle gestillt werden konnten.
Mal schauen, was es dann im nächsten Jahr zu erleben gibt.
Euer Vorstand